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Skalare bilden ihre Paare selbst. Aus einer Gruppe heranwachsender Tiere finden sich mit zunehmender Geschlechtsreife einzelne Partner zusammen. Ein harmonisierendes Paar hält sich zunehmend gemeinsam auf und beginnt, einen geeigneten Bereich im Aquarium als Revier zu beanspruchen.

Vor der Eiablage suchen die Tiere einen geeigneten Laichplatz. Bevorzugt werden breite, möglichst senkrecht stehende Flächen wie größere Pflanzenblätter. Auch andere glatte Flächen im Aquarium können angenommen werden. Der ausgewählte Laichplatz wird von beiden Tieren intensiv gereinigt und gegenüber anderen Fischen verteidigt.

Skalarpaar bei der Eiablage auf einem Pflanzenblatt

Ist der Laichplatz vorbereitet, beginnt die eigentliche Eiablage. Das Weibchen zieht langsam über die zuvor gereinigte Fläche und setzt die Eier in Reihen ab. Anschließend folgt das Männchen und befruchtet die frisch abgelegten Eier. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrfach, bis schließlich ein dichtes Gelege entstanden ist.

Während dieser Zeit ist das Paar stark auf den Laichplatz konzentriert. Andere Fische werden aus der unmittelbaren Umgebung vertrieben und das Revier besonders energisch verteidigt.

Skalareier auf einem Pflanzenblatt

Nach der Eiablage beginnt die intensive Brutpflege. Beide Eltern beteiligen sich an der Versorgung des Geleges. Sie befächeln die Eier regelmäßig mit ihren Brustflossen und sorgen dadurch für eine ausreichende Sauerstoffversorgung. Gleichzeitig entfernen sie nicht befruchtete oder verpilzte Eier, damit das gesunde Gelege geschützt bleibt.

In den ersten Tagen entwickeln sich aus den Eiern die Larven. Je nach Temperatur schlüpfen die jungen Skalare nach etwa 24 bis 36 Stunden. Zunächst bleiben sie noch am Laichsubstrat haften und werden weiterhin von den Eltern bewacht.

Skalarpaar bewacht Eier auf einem Pflanzenblatt

Nach erfolgreicher Befruchtung entwickeln sich die Eier innerhalb weniger Tage weiter. Die Eltern bleiben während dieser Zeit eng am Gelege und sorgen durch regelmäßiges Befächeln für eine gute Sauerstoffversorgung. Nicht entwickelte Eier werden häufig entfernt, damit sich keine Verpilzungen ausbreiten.

Nach dem Schlupf bleiben die Larven zunächst am Laichsubstrat haften. Die Eltern bewachen die Jungtiere weiterhin und führen sie später als freischwimmende Gruppe durch das Aquarium.

Junge Skalare beim freien Schwimmen im bepflanzten Aquarium

Nach einigen Tagen lösen sich die Jungfische vom Laichsubstrat und beginnen frei zu schwimmen. In dieser Phase zeigen die Eltern ein ausgeprägtes Führungsverhalten und halten die Jungtiere eng zusammen. Die kleine Gruppe bleibt in der Nähe der Elterntiere und wird weiterhin aufmerksam bewacht.

Für die Aufzucht ist jetzt vor allem geeignetes Futter entscheidend. Frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien gehören zu den bewährten Futtermitteln und ermöglichen den Jungskalaren ein gesundes Wachstum.

Junge Skalare beim freien Schwimmen im bepflanzten Aquarium

Die Aufzucht von Skalaren ist besonders faszinierend, wenn die Eltern ihre natürliche Brutpflege zeigen können. Von der Eiablage über die Larvenentwicklung bis zu den ersten selbstständig schwimmenden Jungfischen lässt sich ein beeindruckender Entwicklungsprozess beobachten.

Eine artgerechte Haltung, ausreichend Platz und eine stabile Wasserqualität sind die wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass aus einem Gelege gesunde Jungskalare heranwachsen können.

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