
Tigerlotus – Nymphaea lotus
Der Tigerlotus (Nymphaea lotus) ist eine außergewöhnlich attraktive Aquarienpflanze, die mit ihren großen, herzförmigen und charakteristisch gefleckten Blättern sofort zum Blickfang wird. Je nach Variante reicht die Färbung von kräftigem Grün bis zu intensivem Rotbraun.
Mit ausreichend Licht entwickelt der Tigerlotus einen kräftigen, ausladenden Wuchs und eignet sich besonders als Solitärpflanze im Mittel- oder Hintergrund. Unter guten Bedingungen kann er lange Blattstiele bis zur Wasseroberfläche bilden und mit etwas Glück sogar seine eindrucksvollen Blüten zeigen.
Standort & Einpflanzen
Der Tigerlotus eignet sich hervorragend als Solitärpflanze im Mittel- bis Hintergrund des Aquariums. Aufgrund seiner großen und auffällig gefärbten Blätter sollte er ausreichend Platz erhalten, damit er seine volle Wirkung entfalten kann und kleinere Pflanzen nicht zu stark beschattet.
Beim Einpflanzen wird die Knolle nur teilweise in den Bodengrund gesetzt. Sie sollte nicht vollständig eingegraben werden, da sonst Fäulnis entstehen kann. Die bereits vorhandenen Wurzeln können vorsichtig im Bodengrund befestigt werden, während ein Teil der Knolle sichtbar bleibt.
Wasser & Ansprüche
Der Tigerlotus ist hinsichtlich der Wasserwerte recht anpassungsfähig. Er gedeiht gut bei Temperaturen von etwa 22 bis 28 °C und bevorzugt einen pH-Wert zwischen ungefähr 6,0 und 7,5. Weiches bis mittelhartes Wasser ist für ihn gut geeignet.
Wichtiger als ganz bestimmte Wasserwerte sind stabile Bedingungen und eine gute Nährstoffversorgung. Hat sich der Tigerlotus erst einmal eingewöhnt, entwickelt er sich meist kräftig und kann innerhalb kurzer Zeit zahlreiche neue Blätter bilden.
Licht & Düngung
Der Tigerlotus bevorzugt mittlere bis starke Beleuchtung. Bei ausreichend Licht wächst er kompakter und entwickelt besonders kräftige Farben. Vor allem die roten Varianten zeigen unter guten Lichtbedingungen ihre intensive rotbraune bis dunkelrote Blattfärbung.
Als kräftiger Wurzelzehrer benötigt der Tigerlotus eine gute Nährstoffversorgung über den Bodengrund. Düngekugeln oder Wurzeldünger in der Nähe der Knolle sind besonders empfehlenswert. Eine zusätzliche CO₂-Düngung ist nicht zwingend erforderlich, kann jedoch Wachstum und Vitalität deutlich fördern.
Pflege & Vermehrung
Der Tigerlotus ist bei guter Nährstoffversorgung relativ pflegeleicht. Werden die Blattstiele regelmäßig gekürzt, bevor sie die Wasseroberfläche erreichen, lässt sich ein kompakterer, buschiger Wuchs unter Wasser fördern. Alte oder beschädigte Blätter können direkt am Ansatz entfernt werden.
Die Vermehrung erfolgt häufig über Tochterknollen oder Ausläufer, aus denen sich junge Pflanzen entwickeln. Sobald diese kräftige Wurzeln und mehrere eigene Blätter gebildet haben, können sie vorsichtig von der Mutterpflanze getrennt und an anderer Stelle eingesetzt werden.
Besonderheiten & häufige Fehler
Der Tigerlotus kann bei guten Bedingungen sehr kräftig wachsen und seine Blätter bis an die Wasseroberfläche treiben. Dort können große Schwimmblätter entstehen, die darunterliegende Pflanzen stark beschatten. Wer einen kompakten Unterwasserwuchs bevorzugt, sollte lange Blattstiele deshalb frühzeitig entfernen.
Ein häufiger Fehler ist das vollständige Eingraben der Knolle, wodurch Fäulnis entstehen kann. Auch eine zu geringe Nährstoffversorgung über die Wurzeln kann zu schwachem Wachstum und blassen Blättern führen. Mit ausreichend Platz, Licht und Wurzeldünger entwickelt sich der Tigerlotus dagegen zu einem beeindruckenden Blickfang.